Büsche für den Naturgarten und Christbäume

Nach diesen ersten Frostnächten ist es tatsächlich still geworden, vieles scheint nun definitiv in der Winterruhe zu verharren. Diese Zeit nutze ich um da und dort noch einige einheimische Büsche zu pflanzen. Dazu habe ich einen Spezialisten beigezogen, der mir einerseits mit der Auswahl behilflich ist und der sich auch gleich vor Ort ein Bild über den geplanten Standort machen kann.

Nun durfte ich dieser Tage folgende Büsche für noch mehr Natur- und Paradiesgarten pflanzen: Kornelkirsche, Schwarz-, Weiss- und Kreuzdorn, Hunds-, Wein- und Essigrose, Sanddorn, Steinweichsel, Gemeiner Schneeball und noch weitere. Das macht Freude und ich bin gespannt, wie diese nächstes Jahr blühen und welche Insekten all diese Büsche anfliegen werden. Auch freue ich mich bereits schon auf die Früchte, von denen sich die Vögel über den Winter ernähren können … aber eben, das ist ja dann erst in einem Jahr …..

Seit dem Jahr 2006 hegen und pflegen wir eine Christbaumplantage, direkt beim Hofgelände. Dies war mein Wunsch und seit Beginn an bewirten wir zahlreiche Leute in einer wunderschön dekorierten Kaffeestube und bieten künstlerisch Tätigen eine Verkaufsmöglichkeit bei uns an. Diese wird jeweils rege benutzt um besondere Geschenke für die Liebsten einkaufen zu können. Im Zentrum unseres Christbaummärktes stehen natürlich unsere Christbäume. Mitte November öffnen wir die Plantage, damit die Leute ihren Wunschbaum reservieren können. An unserer übersichtlichen Infotafel können sich die Besucher, darunter dürfen wir auf eine langjährige Stammkundschaft zählen, informieren und sich mit wasserfesten Schreibern, Etiketten, Bändeln bedienen. Meistens an den Mittwochnachmittagen, besuchen uns die Mütter mit ihren Sprösslingen. Es ist schön zu sehen und manchmal auch mitzuverfolgen, nach welchen Kriterien die Kinder einen Baum aussuchen. Bei uns gibt es tatsächlich alles: Grosse, dichte, dünne, kleine, hübsche, helle, dunkle, krumme, stechende, harzige, riechende, edle, zarte …… ich kann gut nachvollziehen, dass solche Entscheidungen Zeit in Anspruch nehmen und auch Geduld gefragt ist …… Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und so auch die Vorstellung darüber, wie ein schöner Christbaum aussehen soll. Jedenfalls freuen wir uns ob all diesen Besuchern. Unser Hof wird belebt, wir treffen die unterschiedlichsten Menschen an, wir plaudern und geniessen die Freundschaften, die entstanden sind.

Für die Kinder habe ich seit ein paar Jahren ein Hexehüsli in der Plantage aufgestellt, lieblich dekoriert. Eine Türe führt in den kleinen Wohnbereich, die andere in den Stall, und dieser ist besetzt von Hühnern ….  hölzigen, steinernen, blechernen …..

Rund um das Hexehüsli verstecken sich scheue Tiere, sei dies der Marder, welcher natürlich am liebsten ein Huhn packen würde, der Dachs, ein paar Wildschweine, Uhu und Turmfalke und einige mehr. Die Kinder lieben dies und gehen zuerst auf die Suche nach eben diesen Tieren ….. und erst dann kommt der Christbaum an die Reihe….

Heuer habe ich nicht wie all die letzten Jahre einige Christbäume in der Plantage dekoriert, nein, heuer wollte ich wieder mal was anderes und zwar Grosse Zwerge, die nach dem Rechten schauen. Dazu dienten mir die stehengelassenen grösseren Baumstämme, nun weiss mein Mann, wofür und warum er die grossen Bäume einen Meter ab Boden schneiden musste…

Und unser diesjähriger Christbaummärkt ? Dieser wird definitiv anders ausfallen, ohne Kaffeestube und ohne Ausstellung. Es werden wohl viele Gäste enttäuscht sein, wir selber natürlich auch, aber eben es lässt sich nicht ändern. Das einzig Positive daran ist wohl, dass wir nicht unsere beiden Werkstätte tagelang ausräumen und entsprechend dekorieren dürfen, das war stets harte Knochenarbeit, und all das Organisatorische was eine Kaffeestube und Ausstellung mit sich bringt ……. Die komplette Infrastruktur, Weihnachtsgebäck auf tausend und zurück backen, Bewilligungen einholen, Bestellungen aufgeben, nichts durfte vergessen werden.

Heuer verkaufen wir unsere Bäume nach einem Schutzkonzept. Es gilt auch bei uns die allgemeine Maskenpflicht, die Kunden müssen entsprechend gelenkt werden, Desinfektionsmittel steht bereit, Tafeln weisen auf die Vorschriften hin und die täglichen Öffnungszeiten haben wir erweitert. Das ist unser Christbaumverkauf heuer.

Nicht aber unsere persönliche Weihnachtsfeier. Jahrelang feierten wir diese in unserem Wald, rund um ein grosses, wärmendes Feuer in der dunklen Nacht, ein paar kleine Tannenbäume mit Kerzen dekoriert, mit einer Wurst am Stecken und einfach in die Nacht hinein gelauscht …. Als unsere Kinder noch klein waren, erzählte ich ihnen immer, dass uns nun auch viele Waldtiere aus etwas Entfernung beobachten und mit uns Waldweihnachten feiern. Ich fand das immer sehr schön und friedlich, auch heuer werden wir wieder Waldweihnachten feiern …. Hören Sie auch schon das Knistern des Feuers ? Ich wünsche Ihnen allen friedliche Weihnachtstage.

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