Wo Nachhaltig­keit in der Praxis Programm ist

Unsere Labelprogramme für Pflanzenbau und Tierproduktion verbinden Nachhaltigkeit mit Praxistauglichkeit. Damit du dir ein detailliertes Bild machen kannst, wie wir produzieren, stellen wir hier einige unserer IP‑SUISSE Labelprogramme vor.

Du möchtest alle IP‑SUISSE Label­programme kennen­lernen?

Illustration, Marienkäfer mit Lupe

Ausgewählte Programme 

Pflanzenbau

Weizen aus pestizidfreiem Anbau

Unter dem Pflanzenbauprogramm des pestizidfreien IP‑SUISSE Weizens wird das umfassendere der beiden Brotweizenprogramme der IP‑SUISSE vermarktet.

Das Programm sieht den vollständigen Verzicht auf Pflanzenschutzmittel vor. Der Einsatz von Fungiziden, Insektiziden, Wachstumsregulatoren, Herbiziden und chemischer Saatgutbeizung ist somit verboten. Diese Mehrleistung für Natur und Gesellschaft wird mit einer IP-SUISSE Prämie von CHF 14.30/100 kg bis CHF 18.–/100 kg mahlfähigem Weizen abgegolten.

Weizen aus pestizidfreiem Anbau ist auf dem Markt sehr gefragt. Wir möchten aus diesem Grund alle bestehenden IP-SUISSE Weizenproduzent: innen dazu aufrufen, auf diese Produktionsmethode umzustellen.

Das Programm für pestizidfreien Anbau besteht ebenfalls für die Getreidearten Roggen und UrDinkel.

Spezifische Anforderungen
  • Gänzlicher Verzicht auf Pflanzenschutzmittel
  • Mechanische Unkrautregulierung statt Herbizide
Getreidefelder aus der Vogelperspektive
Hände mit Samen in der Palmfläche
Spezifische Anforderungen
  • Gänzlicher Verzicht auf Pflanzenschutzmittel
  • Mechanische Unkrautregulierung statt Herbizide

Kartoffeln

Unsere IP‑SUISSE Produzent:innen bauen Kartoffeln naturnah an. Sie pflanzen robuste Sorten, setzen auf eine Schädlingskontrolle, die Nützlinge schont, und legen Blühstreifen an. Davon profitieren Bienen und heimische Nützlinge.

Spezifische Anforderungen
  • Anbau robuster Kartoffelsorten
  • Verzicht auf chemisch-synthetische Insektizide
  • Reduzierter Pflanzenschutzmitteleinsatz
  • Förderung von Blühstreifen und Brachen
Hände halten frisch geerntete Kartoffeln
Mann in Kartoffelfeld vor Bergen
Spezifische Anforderungen
  • Anbau robuster Kartoffelsorten
  • Verzicht auf chemisch-synthetische Insektizide
  • Reduzierter Pflanzenschutzmitteleinsatz
  • Förderung von Blühstreifen und Brachen

Weinbau

Unter dem Pflanzenbauprogramm des pestizidfreien IP‑SUISSE Weizens wird das umfassendere der beiden Brotweizenprogramme der IP‑SUISSE vermarktet.

Unser Ziel ist ein ökologischer Rebbau mit echtem Mehrwert für die inländische Produktion. Dabei wird die Biodiversität gefördert, ressourcenschonend produziert und die Eigenheiten der unterschiedlichen Weinbauregionen werden berücksichtigt. Dazu arbeiten wir mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach zusammen. Produzent:innen erhalten eine Labelprämie für ihre Mehrleistungen.

Spezifische Anforderungen
  • Förderung der Biodiversität im Rebberg mit einer Auswahl an Massnahmen
  • Schonung natürlicher Ressourcen durch einen verminderten Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel und den Anbau robuster Sorten
Mann erntet Trauben im Weinberg.
Luftansicht der Weinberge mit Wegen und Häusern
Spezifische Anforderungen
  • Förderung der Biodiversität im Rebberg mit einer Auswahl an Massnahmen
  • Schonung natürlicher Ressourcen durch einen verminderten Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel und den Anbau robuster Sorten

Proteinpflanzen

Unter der Marke Protaneo kommen hochwertige pflanzliche Proteine aus 100 % Schweizer Herkunft auf den Markt. Als Mitgründerin unterstützt IP‑SUISSE den Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette für Eiweisserbsen und Ackerbohnen.

Die Hülsenfrüchte werden in der Schweiz ohne Fungizide und Insektizide angebaut und verarbeitet. Sie erweitern die Fruchtfolge und binden Stickstoff im Boden. Ihre ökologischen Mehrwerte werden mit einer Produzentenprämie von CHF 10.– je 100 kg vermarktbarer Ware abgegolten.

Spezifische Anforderungen
  • Einsatz ausgewählter Sorten
  • Verzicht auf Insektizide und Fungizide
  • Vielfältige, weite Fruchtfolgen zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit
Hände, die Samen halten.
Lagerhalle mit Holzspänen auf dem Boden
Spezifische Anforderungen
  • Einsatz ausgewählter Sorten
  • Verzicht auf Insektizide und Fungizide
  • Vielfältige, weite Fruchtfolgen zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit

Ausgewählte Programme 

Tierhaltung

IP‑SUISSE Wiesenmilch

IP‑SUISSE Wiesenmilch steht für eine naturnahe Form der Milchproduktion mit hohen Tierwohlstandards. Die Kühe weiden regelmässig und erhalten vor allem Gras und Heu. Die Produzent:innen erhalten für die Produktion von Wiesenmilch eine bessere Vergütung und profitieren von stabilen Absatzkanälen. So entsteht ein System, das ökologischen Mehrwert schafft und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Betriebe stärkt.

Spezifische Anforderungen
  • Verbot von Soja in der Fütterung
  • Haltung nach RAUS-Vorgaben mit regelmässigem Auslauf (Sommer mindestens 26 Tage, Winter mindestens 13 Tage pro Monat)
  • Erreichen von mindestens 40 Punkten im Wiesenmilch-Punktesystem
Luftaufnahme von Kühen auf einer grünen Wiese
Nahaufnahme des Euters einer Kuh auf der Weide
Spezifische Anforderungen
  • Verbot von Soja in der Fütterung
  • Haltung nach RAUS-Vorgaben mit regelmässigem Auslauf (Sommer mindestens 26 Tage, Winter mindestens 13 Tage pro Monat)
  • Erreichen von mindestens 40 Punkten im Wiesenmilch-Punktesystem

Swiss Black Angus

IP‑SUISSE Swiss Black Angus ist bekannt für hochwertige, naturnahe Fleischproduktion mit klaren Standards, nachhaltiger Fütterung und einer besseren Vergütung für Produzent:innen. Rinder und Ochsen mit mindestens 75% Angus-Blutanteil können als Swiss Black Angus vermarktet werden; die Mitgliedschaft bei Mutterkuh Schweiz ist freiwillig. Die Vermarktung erfolgt über ASF, Vianco oder Viehgut, geschlachtet wird ausschliesslich bei Lucarna in Hinwil.

Dank stabiler Absatzkanäle profitieren die Betriebe von mehr Planungssicherheit und besseren Preisen: Die Prämie liegt zwischen CHF 1.60 und 2.50 über dem QM-Preis, Schlachtkühe erhalten den Biopreis plus 30 Rappen, und bis 320 kg Schlachtgewicht (Fettklasse 4) erfolgen keine Abzüge.

Auf Wunsch steht eine kostenlose Beratung durch unsere Fachberater:innen zur Verfügung – für eine nachhaltige Produktion, die Wirtschaftlichkeit und Tierwohl vereint.

Interessierte Produzent:innen dürfen sich jederzeit gerne bei uns melden – wir freuen uns über neue Angus-Halter:innen.

Spezifische Anforderungen
  • Mindestens 75% Angus-Blutanteil
  • Täglicher Weidegang für Mutterkühe mit Kälbern während der Vegetationsperiode
  • Eingestreuter, trockener und nicht perforierter Liegebereich (BTS), der den Boden vollständig bedeckt
  • Permanenter Zugang zu Auslauf im Freien gemäss RAUS
  • Mehr Platzangebot, als es das Schweizer Tierschutzgesetz vorschreibt
  • Individuelle Prüfung jedes Tieres über eine zentrale Datenbank
Luftaufnahme von einer Person und Kühen auf einer Wiese
Nahaufnahme von schwarzem Tierfell im Freien
Spezifische Anforderungen
  • Mindestens 75% Angus-Blutanteil
  • Täglicher Weidegang für Mutterkühe mit Kälbern während der Vegetationsperiode
  • Eingestreuter, trockener und nicht perforierter Liegebereich (BTS), der den Boden vollständig bedeckt
  • Permanenter Zugang zu Auslauf im Freien gemäss RAUS
  • Mehr Platzangebot, als es das Schweizer Tierschutzgesetz vorschreibt
  • Individuelle Prüfung jedes Tieres über eine zentrale Datenbank

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innen!

Kälbermast

IP‑SUISSE Kälbermast steht für eine tierfreundliche, naturnahe und transparente Aufzucht. Die Kälber werden in eingestreuten Liegebereichen gehalten und verfügen über einen RAUS-konformen Auslauf. Die Einstreu muss sauber, trocken und ausreichend vorhanden sein – mindestens zu 50% aus Stroh, Häckselstroh, Strohpresswürfeln, Rapsstroh oder Komposteinstreu. Auch Hochboxen sind entsprechend einzustreuen. Vermarktet werden die Kälber über den jeweiligen Händler an verschiedene Abnehmer.

Die Abrechnung erfolgt qualitätsabhängig:


C, H, T+ = +90 Rp./kg SG

T = +80 Rp./kg SG

T– = +20 Rp./kg SG

Interessierte Produzent:innen dürfen sich jederzeit gerne bei uns melden – wir freuen uns über neue Kälbermäster:innen.

Spezifische Anforderungen
  • Gruppenhaltung und bodenbedeckende eingestreute Liegeflächen (BTS)
  • Mindestens 1000 Liter Vollmilch pro Kalb
  • Mehr Platzangebot, als es das Schweizer Tierschutzgesetz vorschreibt
  • Zugang zu Auslauf im Freien gemäss RAUS
Nahaufnahme einer Kuh mit Glocke und Ohrmarke
Fell einer braunen Kuh
Spezifische Anforderungen
  • Gruppenhaltung und bodenbedeckende eingestreute Liegeflächen (BTS)
  • Mindestens 1000 Liter Vollmilch pro Kalb
  • Mehr Platzangebot, als es das Schweizer Tierschutzgesetz vorschreibt
  • Zugang zu Auslauf im Freien gemäss RAUS

Pure Simmental

IP‑SUISSE Pure Simmental baut auf der IP-SUISSE Grossviehmast mit den Tierwohlprogrammen BTS und RAUS auf und fördert die nachhaltige Haltung und Vermarktung der traditionellen Schweizer Rinderrasse Simmental. Beteiligte Betriebe halten reinrassige Tiere mit Code 60 und Code 70, die nach klaren IP-SUISSE Richtlinien tiergerecht und ressourcenschonend aufgezogen werden.

Die Vermarktung erfolgt über die ASF Tiervermarktungs AG in Sursee, die Schlachtung bei Bell in Oensingen. Für Pure Simmental Rinder wird ein Mehrpreis von 60 bis 80 Rappen pro Kilo Schlachtgewicht bezahlt – ein fairer Ausgleich für die qualitativ hochwertige Produktion. Teilnehmende Produzent:innen sind Mitglied beim Verein Original Simmental, der sich aktiv für die Förderung und den Erhalt der Rasse einsetzt.

Interessierte Produzent:innen dürfen sich gerne bei uns melden – wir freuen uns auf neue Simmental-Halter:innen.

Spezifische Anforderungen
  • Reinrassige Simmental-Tiere (Code 60 und Code 70)
  • Gruppenhaltung mit bodenbedeckenden eingestreuten Liegeflächen (BTS)
  • Zugang zu Auslauf im Freien gemäss RAUS
Kühe in einer Fütterungseinrichtung
Nahaufnahme einer Kuh mit Hand.
Spezifische Anforderungen
  • Reinrassige Simmental-Tiere (Code 60 und Code 70)
  • Gruppenhaltung mit bodenbedeckenden eingestreuten Liegeflächen (BTS)
  • Zugang zu Auslauf im Freien gemäss RAUS

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Kräuterschwein

IP-SUISSE Kräuterschwein steht für tierfreundliche Haltung, nachhaltige Produktion und besonders schmackhaftes Schweizer Schweinefleisch. Die Tiere werden nach den Tierwohlprogrammen BTS und RAUS gehalten, verfügen über permanenten Zugang zu einem Auslauf und eine Abkühlungsmöglichkeit in den Sommermonaten. Die Liegeflächen sind eingestreut und bestehen zu mindestens 50% aus Stroh, was Komfort, Gesundheit und Wohlbefinden der Schweine fördert.

Die Ferkel stammen ausschliesslich aus IP‑SUISSE Schweinezuchtbetrieben. Sie werden mit einer speziellen Kräutermischung von Kunz Kunath gefüttert. Die Vermarktung erfolgt über die ASF Tiervermarktungs AG in Sursee, die Schlachtung durch Lucarna Macana AG in Hinwil. Zusätzlich zur IP‑SUISSE Prämie erhalten die Betriebe eine Kräuterprämie pro Kilogramm Schlachtgewicht.

Interessierte Produzent:innen dürfen sich gerne bei uns melden – wir freuen uns auf neue Kräuterschwein-Halter:innen.

Spezifische Anforderungen
  • Tierfreundliche Haltung gemäss IP-SUISSE Schweinerichtlinien
  • Permanenter Auslauf und Abkühlungsmöglichkeit in den Sommermonaten
  • Eingestreute Liegeflächen mit mindestens 50% Strohanteil
  • Zusätzliche Fütterung mit spezieller Kräutermischung von Kunz Kunath
Eine Gruppe von Schweinen im Stall mit Stroh.
Nahaufnahme eines Schweine-Ringelschwanzes
Spezifische Anforderungen
  • Tierfreundliche Haltung gemäss IP-SUISSE Schweinerichtlinien
  • Permanenter Auslauf und Abkühlungsmöglichkeit in den Sommermonaten
  • Eingestreute Liegeflächen mit mindestens 50% Strohanteil
  • Zusätzliche Fütterung mit spezieller Kräutermischung von Kunz Kunath

Freilandschwein

IP-SUISSE Freilandschwein steht für eine besonders natürliche Schweinehaltung, bei der die Tiere einen grossen Teil des Jahres im Freien leben können. Die Kombination aus Weidezugang, grosszügigen Ausläufen und eingestreuten Liegeflächen sorgt für viel Bewegungsfreiheit und ein deutlich höheres Tierwohl als in der herkömmlichen Produktion.

Die Freilandhaltung führt nicht nur zu robusteren Tieren, sondern auch zu Fleisch von hoher Qualität und ausgeprägtem Geschmack. Dank stabiler Absatzkanäle und fairer Vergütungsmodelle erhalten die Produzent:innen wirtschaftliche Sicherheit sowie Mehrwert für ihre engagierte Arbeit.

Interessierte Betriebe dürfen sich gerne bei uns melden – wir freuen uns über neue Freilandschwein-Produzent:innen.

Spezifische Anforderungen
  • In der Fruchtfolge integrierte Haltung im Freien
  • Eingestreute Liegehütten
  • 200 m2 Fläche mit aktivem Bewuchs pro Schwein
  • Befestigte Futter- und Tränkestellen
  • Doppelte Umzäunung
Eine Gruppe von Schweinen, die über erdigen Boden läuft
Zwei Schweine beim Spielen miteinander
Spezifische Anforderungen
  • In der Fruchtfolge integrierte Haltung im Freien
  • Eingestreute Liegehütten
  • 200 m2 Fläche mit aktivem Bewuchs pro Schwein
  • Befestigte Futter- und Tränkestellen
  • Doppelte Umzäunung

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Alpsteinlamm

IP-SUISSE Alpsteinlamm steht für eine naturnahe, regionale und tierfreundliche Schafhaltung im einzigartigen Alpsteingebiet. Das Programm basiert auf den IP‑SUISSE Lämmerrichtlinien. Zusätzlich erfüllen alle Betriebe die Anforderungen des RAUS‑Programms, das regelmässigen Auslauf im Freien garantiert.

Während der Vegetationszeit geniessen die Lämmer täglichen Weidegang auf den saftigen Wiesen des Alpsteins. Die Tiere stammen ausschliesslich aus der Region – das sorgt für kurze Transportwege, hohe Transparenz und echte Regionalität. Vermarktet werden die Lämmer über die Lucarna Macana AG in Hinwil. Die Lämmer werden zwischen 16 und 20 kg schwer und sind gleichmässig gut gedeckt.

Interessierte Betriebe dürfen sich gerne bei uns melden – wir freuen uns über neue Alpsteinlamm-Produzent:innen.

Spezifische Anforderungen
  • Erfüllung der RAUS-Vorgaben mit regelmässigem Auslauf
  • Täglicher Weidegang während der Vegetationszeit
  • Ausschliessliche Herkunft aus der Alpsteinregion
Ein schwarzes Schaf und ein weißes Lamm ruhen zusammen.
Spezifische Anforderungen
  • Erfüllung der RAUS-Vorgaben mit regelmässigem Auslauf
  • Täglicher Weidegang während der Vegetationszeit
  • Ausschliessliche Herkunft aus der Alpsteinregion

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innen!

Was braucht es, um IP‑SUISSE Bäuerin oder Bauer zu werden?

Illustration, Klemmbrett mit einem Marienkäfer