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Bäuerinnen und Bauern

Tierhaltung – Label­anforderungen & Programme

Die Labelprogrammanforderungen von IP‑SUISSE legen die spezifischen Richtlinien für Tierhaltung und Pflanzenbau fest. Sie stellen sicher, dass jedes Labelprodukt nach klar definierten, hohen Standards erzeugt wird.

Grafik mit Anforderungen für IP-SUISSE Label

1. Wiesenmilch

Unser Ziel ist eine Milchproduktion im Einklang mit der Natur, mit hohen Tierwohlstandards und einer fairen Bezahlung der Produzent:innnen. Zusätzlich zu den gesamtbetrieblichen und den allgemeinen Labelprogrammanforderungen «Tierhaltung» müssen IP-SUISSE Wiesenmilch-Produzent:innen spezifische Anforderungen an die Milchproduktion erfüllen.

  • Der Einsatz von Soja in der Fütterung ist verboten.
  • Die Kühe müssen im Minimum nach RAUS-Vorschriften gehalten werden 
(regelmässiger Auslauf im Freien, im Sommer mindestens an 26 Tagen, im Winter mindestens an 13 Tagen pro Monat).
  • Im spezifischen Punktesystem Wiesenmilch müssen die Bäuerinnen und Bauern mindestens 40 Punkte erreichen, davon die Hälfte in den folgenden vier Bereichen: Weideanteil, Grünfutteranteil, betriebseigenes Wiesenfutter und restriktiver Kraftfuttereinsatz.

Interessierte Produzent:innen melden sich bitte auf der Geschäftsstelle.

2. Schlachtkühe

Jährlich werden rund 35’000 Schlachtkühe vermarktet, welche nach den Richtlinien von IP-SUISSE gehalten wurden. Davon erfüllen rund 10% die Bedingungen von BTS und RAUS (gesamtbetriebliche Labelanforderungen und Tierhaltung-Richtlinien) und 90% nur die RAUS Bedingungen (Grundanforderungen).

Aufgrund der grossen Nachfrage können in diesem Bereich auch neue Produzent:innen aufgenommen werden.

3. Bankvieh

Jährlich werden 40’000 Bankviehtiere von über 800 Betrieben vermarktet, welche gemäss den IP-SUISSE Richtlinien gehalten wurden. Zusätzlich werden unter den Marken «Swiss Black Angus», «Pure Simmental» und «Weidebeef» Tiere im Spezialitätenbereich vermarktet.

Für Grossviehmast (Ausnahme Swiss Black Angus) gilt im Moment ein Aufnahmestopp. Neue Produzent:innen werden auf eine Warteliste gesetzt.

4. Swiss Black Angus

Unter dem Label Swiss Black Angus wird qualitativ hochwertiges Fleisch aus Mutterkuhhaltung für die Gastronomie und den Detailhandel vermarktet. Das Fleisch stammt von Tieren, welche einen Angus Blutanteil von mindestens 75% aufweisen. Das Fleisch zeichnet sich durch seine Marmorierung, Zartheit und äusserst guten Geschmack aus.

Die Partner in diesem Premium Labelprogramm sind IP-SUISSE, Lucarna-Macana Hinwil, Swiss Angus und ASF Sursee.

Die IP-SUISSE bietet mit diesem Label bereits in der Produktion stehenden Angus Mutterkuhhaltern einen Absatzkanal mit sehr guten Preisen an. Landwirt:innen, die neu in die Mutterkuhhaltung einsteigen möchten, informieren sich bei IP-SUISSE.

5. Pure Simmental

Unter der Marke «Pure Simmental» werden reinrassige Simmentaler Tiere vermarktet, welche neben den IP-SUISSE Richtlinien für Bankvieh zusätzlich Rassecode 60 aufweisen.

Interessierte Produzent:innen melden sich auf der Geschäftsstelle.

6. Weidebeef

Unter der Marke «Weidebeef» der Migros werden Tiere vermarktet, welche zusätzlich zu den IP-SUISSE Richtlinien für Bankvieh während der ganzen Vegetationsperiode Weidegang haben. 

Interessierte Produzent:innen melden sich auf der Geschäftsstelle.

7. Mastkälber

Vollmilch und permanent zugänglicher Auslauf haben die ca. 17'000 gehaltenen Mastkälber, die jährlich vermarktet werden.

Interessierte Produzent:innen melden sich auf der Geschäftsstelle.

8. Schweine

Freilandschweine sind in einigen Regionen gesucht. Interessenten melden sich bitte auf der Geschäftsstelle.

Ansonsten besteht eine Warteliste und es können keine neuen Produzent:innen aufgenommen werden. Interessent:innen können sich jedoch auf die Warteliste setzen lassen.

9. Lämmer

Pro Jahr produzieren 240 Lämmermastbetriebe über 12‘000 Tiere gemäss den Richtlinien von IP-SUISSE.

Aufgrund der Nachfragesituation besteht in diesem Bereich eine Warteliste.

10. Legehennen

Die artgerechte Geflügelhaltung von IP-SUISSE Legehennen erfordert Zugang zu einer Weide.

Interessierte Produzent:innen melden sich auf der Geschäftsstelle.

11. Mastpoulet

Die artgerechte Geflügelhaltung von IP-SUISSE Mastpoulet verlangt den Einsatz einer halbextensiven Poulet-Rasse.

Interessierte Produzent:innen melden sich auf der Geschäftsstelle.

12. Kaninchen

Jährlich werden knapp 60’000 Labelkaninchen vermarktet. Sie werden von rund 30 IP-SUISSE Betrieben gehalten.

Die Integration Schweizer Kaninchen in Lupfig sucht neue Betriebe, die an der Kaninchenhaltung interessiert sind. Melden Sie sich bei Interesse direkt bei:

H.R. Kyburz Vieh + Fleisch AG
Daniel Naumann
Natel: +41 79 963 74 67
Direkt: +41 56 464 63 61
Mail: daniel.naumann@hrkyburz.ch

13. Sömmerung / Alpen

Das Sömmerungsgebiet gehört zu den artenreichen Lebensräumen der Schweiz und bietet ein Rückzugsgebiet für verschiedene Arten sowie einen Lebensraum für die spezialisierten Arten der entsprechenden Höhenlagen. In der Schweiz gibt es rund 6’000 Sömmerungsbetriebe mit unterschiedlichsten Organisationsformen, Produktionszweigen und Voraussetzungen je nach Standort (Region/Lage).

Der Hauptfokus der IP-SUISSE Richtlinien Sömmerung liegt deshalb bei der Erhaltung der heutigen Artenvielfalt und Lebensraumqualität im Sömmerungsgebiet.

Die Anforderungen wie Strukturen erhalten, Vermeiden von Eingriffen, Weidepflege, Schutz der Naturflächen und eine geringe Zufuhr von Nährstoffen sollen mithelfen, diese Ziele zu erreichen.