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Bäuerinnen und Bauern

Pflanzenbau – Label­anforderungen & Programme

Der Pflanzenbau von IP‑SUISSE fördert eine nachhaltige, ressourcenschonende und umweltgerechte Produktion. Durch klare Vorgaben zu Fruchtfolge, Biodiversität, Bodenpflege und dem reduzierten Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln leisten die Betriebe einen wichtigen Beitrag zu gesunden Böden und vielfältigen Lebensräumen. Regelmässige Kontrollen sichern dabei eine hochwertige und zukunftsfähige Pflanzenproduktion.

Grafik mit Anforderungen für IP-SUISSE Label

1. Weizen

IP-SUISSE Weizen wird ohne Fungizide, Insektizide und Wachstumsregulatoren angebaut. Jeder Betrieb erfüllt die Richtlinien für den Pflanzenbau und fördert die Biodiversität mit über 30 möglichen Massnahmen. Für die erbrachten Mehrleistungen erhalten Weizenproduzent: innen zusätzlich zum Marktpreis eine Prämie.

Brotweizen aus pestizidfreiem Anbau ist auf dem Markt sehr gefragt.
Wir möchten alle Weizenproduzent: innen dazu auffordern, auf die Produktion von pestizidfreiem Weizen umzustellen. Weitere Informationen finden Sie unter «Weizen ohne Pestizide» oder auf der Geschäftsstelle.

Neue Produzent:innen mit der Produktionsrichtung «extenso» werden auf einer Warteliste geführt. Für bestehende Produzent:innen kann der Anbau aufrecht erhalten werden.

2. Weizen ohne Pestizide

Pestizidfreier IP-SUISSE Weizen ist auf dem Markt sehr gefragt. Wir möchten aus diesem Grund alle bestehenden IP-SUISSE Weizenproduzent: innen dazu aufrufen, auf diese Produktionsmethode umzustellen. Pestizidfreier IP-SUISSE Weizen wird ohne Fungizide, Insektizide, Wachstumsregulatoren und ohne Herbizide produziert.

Nebst den Richtlinien zur Produktion von Getreide aus pestizidfreiem Anbau müssen auch die Anforderungen zur Biodiversitätsförderung sowie zum Klima- und Ressourcenschutz erfüllt werden. Für die Mehrleistungen erhalten die Produzent: innen eine zusätzliche Labelprämie.

Bei Fragen steht Ihnen die Geschäftsstelle gerne zur Verfügung:
031 910 60 00; getreide@ipsuisse.ch

3. Urdinkel

In Zusammenarbeit mit der IG Dinkel bauen IP-SUISSE Produzent: innen UrDinkel an. Richtlinien betreffend dem Anbau und die Kontrolle sind über IP-SUISSE geregelt, die Vermarktung und die Preisgestaltung wird durch die IG Dinkel getätigt.

Interessierte Produzent:innen melden sich bitte auf der Geschäftsstelle IG Dinkel am Inforama Bärau : 034 409 37 38

4. Roggen

Sauerteigbrote liegen wieder im Trend. Daher ist auch der Bedarf an Roggen grösser als auch schon. Die IP-SUISSE vermarktet rund 3500 t Roggen im Jahr.

Informationen zum Roggenanbau erhalten Sie auf der Geschäftsstelle.

5. Braugerste

IP-SUISSE Bäuerinnen und Bauern bauen auf einer Fläche von rund 100 ha IP-SUISSE Braugerste an – die Grundlage für gutes Schweizer Bier.
Im IP-SUISSE Anbau wird auf den Einsatz von Fungiziden, Insektiziden und Wachstumsregulatoren verzichtet. Weiter ist jeder IP-SUISSE Betrieb verpflichtet die Biodiversität zu fördern sowie die Anforderungen zum Klima- und Ressourcenschutz zu erfüllen.

Interessierte Produzent:innen melden sich gerne auf der Geschäftsstelle der IP-SUISSE.

6. Emmer & Einkorn

Die Urgetreide Emmer & Einkorn erfreuen sich bei Konsument:innen einer immer grösseren Beliebtheit. IP-SUISSE Produzent:innen bauen Emmer & Einkorn ohne Pflanzenschutzmittel an und fördern mit Hilfe von Brachen Brutvögel. Die Hauptanbaugebiete sind Schaffhausen, das Zürcher Weinland, das Rafzerfeld und das Unterthurgau.

Interessierte Produzent: innen melden sich bitte auf der Geschäftsstelle.

7. Hartweizen

Hartweizen für die Teigwarenproduktion wird zum grössten Teil aus dem Ausland in die Schweiz importiert. IP-SUISSE Landwirt:innen produzieren seit einigen Jahren Hartweizen nach IP-SUISSE Richtlinien für echte Schweizer Teigwaren. Anbaugebiete sind Schaffhausen, Unterthurgau, Zürich, Genf und Waadt.

8. Mais

Im St.Galler Rheintal, dort wo der bekannte Ribelmais herkommt, begann eine weitere Erfolgsgeschichte. Nach einigen Versuchen wird seit 2011 wieder im grösserem Stil Hartmais, oder auch Polentamais genannt, nach IP-SUISSE Richtlinien angebaut. Dieser ist als Spezialität in der Migros als «Bramata» erhältlich.

Interessenten aus der Ostschweiz melden sich bitte bei der Lütolf AG.

9. Hafer

Die IP-SUISSE vermarktet Speisehafer, der nach dem Extensoverfahren angebaut wird. Dank seinen Eigenschaften ist Hafer eine ideale Ergänzung in getreidestarken Fruchtfolgen.

Aktuell führen wir eine Warteliste. Interessierte Produzent:innen melden sich bitte auf der Geschäftsstelle.

10. Ölsaaten

IP-SUISSE vermarktet Raps und Ölsonnenblumen, die nach den Labelanforderungen produziert werden. Beim Raps verzichten die IP-SUISSE Produzent:innen auf den Einsatz von Fungiziden, Insektiziden und Wachstumsregulatoren. Bei den Ölsonnenblumen gelten noch strengere Vorgaben: Der Einsatz von Herbiziden ist vollständig ausgeschlossen.

Aktuell führen wir eine Warteliste Interessierte Produzent:innen melden sich bitte auf der Geschäftsstelle.

11. Proteinpflanzen

Die menschliche Ernährung auf Pflanzenbasis stellt einen aktuellen gesellschaftlichen Trend dar. Durch den Anbau von Proteinpflanzen begegnen IP-SUISSE Produzent:innen der Nachfrage auf dem Markt und bieten nachhaltige Rohstoffe aus der Schweiz an.

Für die Ernte 2027 können keine neuen Produzent:innen aufgenommen werden. Es wird eine Warteliste geführt. Interessierte Produzent:innen melden sich bitte auf der Geschäftsstelle.

13. Zuckerrüben

IP-SUISSE Zuckerrüben werden ohne Fungizide und Insektizide angebaut. Es werden zusätzlich Biodiversitätsflächen wie Nützlingsstreifen oder Brachen zur Förderung der Biodiversität angelegt.

Zurzeit besteht eine Warteliste und es können keine neuen Produzent:innen aufgenommen werden. Interessierte melden sich bitte auf der Geschäftsstelle.

14. Gemüse

In Zusammenarbeit mit dem Gastronomiepartner SV Group und Denner wurden im Sommer 2016 erstmals IP-SUISSE Karotten geerntet. Inzwischen hat sich das Sortiment auf weitere Gemüsearten vergrössert.

Interessierte Produzent:innen erhalten nähere Auskünfte bei ihrem Händler oder auf der Geschäftsstelle.

15. Pilze

IP-SUISSE Pilze werden ohne den Einsatz von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden kultiviert. Die Produzenten fördern mit jährlich geprüften Projekten die Biodiversität. Zudem setzen sie Massnahmen zum schonenden Umgang mit Wasser, Energie und Substraten um.

16. Früchte

Die Richtlinien für die Produktion von Früchten unter dem Label IP-SUISSE sind unten aufgeführt. Für eine Anmeldung ist es erforderlich, die Punktesysteme zur Förderung der Biodiversität und des Klima- und Ressourcenschutzes zu erfassen, sowie den Vertrag für die Produktion von IP-SUISSE Früchten zu unterzeichnen.

Interessierte Produzent:innen melden sich bitte auf der Geschäftsstelle.

17. Rebbau

Unser Ziel ist ein ökologischer Rebbau in der Schweiz, der die Biodiversität fördert, ressourcenschonend produziert und die Eigenheiten der unterschiedlichen Weinbauregionen berücksichtigt.

Die Voraussetzungen dafür sind:

  • Einhalten der gesetzlichen Bestimmungen
  • IP-SUISSE Rebbau Grundanforderungen müssen auf der gesamten Rebfläche des Betriebes angewendet werden
  • Die Betriebe fördern die Biodiversität im Rebberg mit einer Auswahl an freiwilligen Massnahmen
  • Die Betriebe fördern die Ressourcen (synthetische Pestizide Reduktion).
  • IP-SUISSE fördert die Verwendung von standortangepassten Rebsorten
  • Jeder Labelbetrieb wird regelmässig von unabhängigen Inspektoren geprüft

18. Spezialkulturen

Gemeinsam mit Produzent:innen und Abnehmern versucht die IP-SUISSE immer wieder bisher in der Schweiz unbekannte oder vergessene Kulturen anzubauen. Zu diesen Kulturen gehören zum Beispiel Sonnenblumenkernen, Kichererbsen oder Betagerste.

Interessieren Sie sich für alternative Kulturen oder haben Sie selbst eine Idee, für eine Kultur, die in der Schweiz Potential hat? Dann melden Sie sich bei uns auf der Geschäftsstelle.