Das Label IP‑SUISSE: Anforde­rungen, die den Unterschied machen

IP‑SUISSE bietet Betrieben viele Vorteile – von einer guten Vergütung bis hin zu verlässlichen Absatzwegen. Gleichzeitig braucht es aber auch Einsatz und das Einhalten klarer Vorgaben. Die folgenden Schritte zeigen, wie du als Bäuerin oder Bauer bei IP‑SUISSE starten kannst.

Ein Mann sammelt Pflanzen auf einem Feldweg.

Bereit, bei IP‑SUISSE loszulegen?

Ökologischer Leistungsausweis (ÖLN) Aktuell gültige Gesetzgebung Weiterführende gesamt- betriebliche Anforderungen

Anforderungen

Weil IP-SUISSE-Produzent:innen besonders nachhaltig produzieren, gelten für sie auch besondere Anforderungen. Dabei gilt es, Grundanforderungen, gesamtbetriebliche Labelanforderungen und Labelprogramm-Anforderungen zu beachten.

Grundanforderungen

IP-SUISSE Betriebe erfüllen als Basis den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) und gewährleisten damit eine umweltgerechte Bewirtschaftung. Zudem halten sie sowohl die aktuell gültige Schweizer Gesetzgebung in den Bereichen Tierwohl, Umwelt, Hygiene und Bewirtschaftung als auch weiterführende gesamtbetriebliche Anforderungen ein.

Mit den Grundanforderungen kann ein Betrieb Mitglied bei IP‑SUISSE werden und Vignetten beziehen. Zudem erfüllt ein Betrieb ebenfalls das Programm Qualitätsmanagement QM-Schweizer Fleisch. Er ist berechtigt seine Tiere unter der Marke SUISSE GARANTIE zu vermarkten.

Gesamtbetriebliche Labelanforderungen

Alle IP-SUISSE Labelbetriebe müssen die gesamtbetrieblichen Labelanforderungen zu Biodiversität sowie zu Klima- und Ressourcenschutz erfüllen.

Das Punktesystem Biodiversität muss dabei von allen Bäuerinnen und Bauern erfüllt werden, die IP‑SUISSE Labelprodukte produzieren. Die geforderte Punktzahl beträgt mind. 15 Punkte sowie mind. 9% Biodiversitätsfläche. Die Labelbetriebe können aus dem Katalog von über 40 biodiversitätsfördernden Massnahmen die passende für ihren Betrieb aussuchen.

Zudem müssen Betriebe das Klima- und Ressourcenschutz-Punktesystem ausfüllen. Aus einem umfassenden Katalog wählen sie jene Massnahmen aus, die am besten zu ihrem Betrieb passen – zum Beispiel zur Reduktion von Treibhausgasen, zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit oder zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Richtlinien im Detail

Labelprogramm-Anforderung

Tierhaltung

Bei der Tierproduktion stellt IP‑SUISSE hohe Anforderungen an Tierwohl, Fütterung, Stallklima und Auslauf. Die Tiere werden in besonders tierfreundlichen Systemen gehalten, die deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen und natürliche Verhaltensweisen fördern. Klare Standards, regelmässige Kontrollen und eine nachhaltige Betriebsführung bilden die Grundlage für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Tierproduktion.

Richtlinien & Programme

Labelprogramm-Anforderung

Pflanzenbau

Der Pflanzenbau von IP‑SUISSE fördert eine nachhaltige, ressourcenschonende und umweltgerechte Produktion. Durch klare Vorgaben zu Fruchtfolge, Biodiversität, Bodenpflege und zum reduzierten Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln leisten die Betriebe einen wichtigen Beitrag zu gesunden Böden und vielfältigen Lebensräumen. Regelmässige Kontrollen sichern dabei eine hochwertige und zukunftsfähige Pflanzenproduktion.

Richtlinien & Programme

Bist du bereit für ganzheitliche Nach­haltigkeit?

Illustration, Hand mit Erde und Würmern

So wirst du IP‑SUISSE Produzent:in

IP-SUISSE Produzent:innen verpflichten sich durch ihre Mitgliedschaft und den Vertragsanbau zur Einhaltung der Programmrichtlinien und zu regelmässigen Kontrollen. Der Anmeldeprozess erfordert besonders bei Neuaufnahmen etwas Aufwand – dies sichert aber die Qualität und Glaubwürdigkeit der zertifizierten IP-SUISSE Produkte.

Du hast Fragen zum Anmeldeprozess? Wir beraten dich unverbindlich und gerne.